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Schneller Überblick



  1. Das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung – Eine Einführung
    Wasser ist ein lebensnotwendiges Gut. Etwa 900 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und noch weit mehr Menschen, etwa 2,5 Milliarden, verfügen über keine ausreichende Sanitärversorgung. Besonders betroffen sind Bewohner und Bewohnerinnen der Länder ...
  2. Gibt es ein Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung?
    Ja. Der Fachausschuss zum UN-Sozialpakt (ICESCR) leitet in seiner Allgemeinen Bemerkung aus dem Jahr 2002 das Menschenrecht auf Trinkwasser aus den Rechten auf einen angemessenen Lebensstandard und auf ein Höchstmaß an Gesundheit ab (Artikel 11 und 12 des UN-Sozialpakts). Das UN-Übere ...
  3. Was beinhaltet das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung?
    Das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung hat verschiedene Dimensionen: - Ausreichende Menge: Von einer Minimalversorgung (WHO nennt dies „basic access“) kann erst gesprochen werden, wenn eine Person täglich 20 Liter zur Verfügung hat; ein uneingeschränkt ...
  4. Was sind die zentralen Ursachen für schlechte Trinkwasser- und Sanitärversorgung?
    In einigen Ländern herrscht akuter Wassermangel - der jedoch oft von Menschen gemacht ist. Häufig ist die Infrastruktur für Wasser- und Sanitärversorgung nicht vorhanden oder nicht ausreichend. Der Verfall von Versorgungsnetzen oder Brunnen wegen ausbleibender Wartung, hohe W ...
  5. Was sind die Folgen unzureichender Trinkwasser- und Sanitärversorgung und wer ist besonders betroffen?
    Knappes oder verunreinigtes Trinkwasser hat verheerende Folgen und führt jährlich zum Tod von etwa 1,8 Millionen Menschen, vorwiegend in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, in Ozeanien und in weiten Teilen Süd- und Südostasiens. Menschen, die in Armut lebe ...
  6. Wie wird in Deutschland das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung umgesetzt?
    In Deutschland wird die Wasser- und Sanitärversorgung von den Kommunen und privaten Versorgern übernommen. Dank der gut ausgebauten Infrastruktur und eines engmaschigen sozialen Sicherungsnetzes ist die Versorgung der gesamten Bevölkerung grundsätzlich gesichert. Können ...
  7. Was macht die Unabhängige Expertin, die mit dem Recht auf Wasser im Rahmen des Menschenrechtsrats befasst ist?
    Der 2005 gegründete Menschenrechtsrat beschäftigt sich auch mit dem Recht auf Wasser und Sanitärversorgung. Auf Initiative Deutschlands und Spaniens beauftragte dieses Gremium 2006 das Büro der Hochkommissarin für Menschenrechte, eine Studie dazu erstellen. Diese kam zu ...
  8. Wie kann Entwicklungszusammenarbeit zu einer besseren Umsetzung des Menschenrechts auf Trinkwasser und Sanitärversorgung beitragen?
    Die Schätzungen, wie viel Gelder jährlich notwendig ist, um weltweit allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, schwanken zwischen 9 bis 30 Milliarden US Dollar. Doch in den letzten Jahren flossen jährlich nur zwischen 3 und 4,5 Milliarden US-Dollar (auch hier s ...
  9. Die Millennium-Entwicklungsziele wollen den Bevölkerungsanteil ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegender Sanitärversorgung bis 2015 halbieren. Was wurde bisher erreicht?
    Seit 1990 haben 1,6 Milliarden Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Hält dieser Trend an, kann das Ziel, bis zum Jahr 2015 den Bevölkerungsanteil ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser zu halbieren, erreicht werden. Mit Blick auf Sanitärversorgung stehen die Zeichen schl ...
  10. Welche Rolle spielt die staatliche Entwicklungszusammenarbeit bei der Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung?
    Deutschland ist mit einer Fördersumme von jährlich etwa 350 Millionen Euro weltweit einer der drei größten Geber im Wasser- und Abwasserbereich. Wegweisend für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Wasser- und Sanitärsektor ist das im Aktionsprogramm 2015 form ...
  11. Beispiel: Wassersektorreform in Kenia
    GTZ, KfW und DED arbeiten zusammen mit den kenianischen Behörden bei einer umfassenden Wassersektorreform zur Umsetzung des kenianischen Wassergesetzes von 2002. Seit ca. 2007 nutzen die Organisationen dabei einen Menschenrechtsansatz. Die Reform beruht auf dem Aufbau eines unabhängige ...
  12. Welchen Beitrag leisten nichtstaatliche Organisationen (NGOs)?
    Zahlreiche nichtstaatliche Organisationen sind im Wassersektor aktiv. In Partnerländern klären sie zur nachhaltigen Wassernutzung und Hygiene auf und unterstützen den Aufbau von Wasser- und Sanitäreinrichtungen. Andere NGOs betreiben primär Lobby-Arbeit: sie setzen sich ...
  13. Welche Rolle spielen Unternehmen beim Schutz des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung und was muss bei Privatisierungen von Wasseranbietern und Sanitärversorgern beachtet werden?
    Aus den Menschenrechten leiten sich Pflichten für Staaten ab. Sie sind u.a. dazu verpflichtet, Menschenrechte vor Beeinträchtigungen durch private Akteure zu schützen und zu diesem Zweck einen entsprechenden Rechtsrahmen und Kontrollmechanismen zu entwickeln. Über diese Schutzpfli ...
  14. Beispiel: Fehlgeschlagene Privatisierung in Cochabamba, Bolivien
    Auf Bestreben der Weltbank privatisierte die bolivianische Stadt Cochabamba 1999 ihre Wasserversorgung und stellte die Subventionen ein. Die Stadt erteilte der Firma Aguas de Tunari, einer Tochterfirma des US-Konzerns Bechtel, eine 40-Jährige Konzession, mit der dem Unternehmen das Manageme ...
  15. Beispiel: Erfolgreiches Wassermanagement in Chile
    Auch in Chile ist die Wasserversorgung privatisiert. Hier allerdings ging der Privatisierung der Aufbau eines starken staatlichen Regulierungsapparates voraus. Außerdem führte die Regierung Subventionen für die ärmere Bevölkerung ein, deren Höhe sich am Einkommen b ...